Narn i Eryn Galen - Geschichten des Grünen Waldes

Tiefe Wasser


 

Meresdei, 6 Tag des Blothmath 2946


Die Erinnerungen an den Eremiten hing der Gruppe noch eine Weile nach. Doch die Anstrengungen der Reise wurden immer größer. Seit Tagen herrschte unangenehme, drückende Hitze. Die Stimmung drohte bereits zu kippen, als schließlilch die Luft frischer wurde. Der Wald lichtete sich zu ihrer rechten leicht und zwischen diesen niedrigen Sträuchern ließ es sich wesentlich angenehmer Laufen. Doch so angenehm es nun voran ging, um so besorgter wurden die Reisenden, denn von der Waldpforte war noch immer keine Spur. Nach dem was die Gruppe wusste, müssten sie den Ausgang des Düsterwaldes jeden Tag erreichen.


Hohdei, 7. Tag des Blothmath
Filibert fand ein angenehmen Lagerplatz für die Gruppe. Kaum Mücken, aber wie der Jäger feststellen musste, auch sonst keine Tiere. In der Tat herrschte in diesem Teil des Waldes Stille. Doch die Gefährten rastetten trotzdem an diesem Ort. Und während die anderen von Angenehemen Träumen von ihrer Heimat, ihren vergangenen Schätzen und Lieben träumten, erwachte Filibert. Der Geruch von guter Auenlandküche und der Geruch von würzigen Tabak lockte ihn tiefer in den Wald zu einer Lichtung. Auch Belgo und Baldor erwachten und vielen dem Zauber zum Opfer. Zu ihrem Glück erwachte der Jäger und folgte Baldor und Belgo. Diese konnten zwar rechtzeitig aufgehalten werden, doch Filibert fiel in den vergessenen Brunnen im Wald. Noch bevor die Gefährten ihm zu Hilfe eilen konnten erwachte das Wesen im Brunnen und bedrohte Filibert. Randur und der Jäger bemühten sich zunähst, Baldor und Belgo daran zu hindern in den Brunnen zu laufen. Belgo wurde an einen Baum gebunden, währen Baldo von Randur niedergeschlagen wurde. Dies war ihr Glück, denn Tentakel schossen nun aus dem Brunnen und bedrohten auch die anderen Weggefährten. Vidrak tat sein bestes um die Tentakel abzuwehren und Filibert kletterte dem Feind ausweichend aus dem Brunnen. Durch Zufall fand er ein Rinsal, das das Mauerwerk des Brunnen begann zu lösen. Mit Glück schaffte er einige Steine zu entfernen und den Brunnen zu fluten. Die Gefährten rannten von der Öfnung im Boden davon. Der Brunnen brach in sich zusammen und das Wesen musste sich geschlagen geben und zurückziehen.
Auch wenn sie erschöpft und entkräftet waren, wollte niemand in der nähe dieser Lichtung bleiben. Die Gruppe zock sofort weiter.


Sunnendei, 9. Tag des Blothmath
Zum erstaunen der Gefährten, erreichten sie am Abend des nächsten Tages den Rand des Waldes und am Tag darauf ein kleines Gasthaus in der Nähe des Anduin, wo Baldor auf seine Verwandte warten wollte.  Glücklich wieder Zivilisation genießen zu können erholten sich die Reisenden von den Strapazen. Auch Baldor erlang nach und nach sein Gedächtnis wieder und führte einige ruhige Gespräche mit seinem Sohn.


Trewesdei, 11. Tag des Blothmath
Nach einigen Verhandlungen mit Baldors Verwandtschaft und ihm selbst handelte Vidrak zum einen den angemessen Lohn für die Reise aus heraus, welche jedoch in Zukunft beglichen werden müsse da Baldor keinerlei Vermögen besaß und zum anderen die Lehrlingsschaft von Belgo. Dieser solle mit ihm zusammen zu den Waldmenschen gehen und dort Gold- und Edelschmied werden. Nachdem dies besiegeld war brachen die Gefährten mit Belgo auf. Baldor blieb den Winter über bei seiner Schwägerin und wollte dann weiterziehen um seine Handelsbeziehungen auszubauen.


Hevenesdei, 12. Tag des Blothmath
Auf dem Anduin fahrend erreichten die Freund bald eine kleine Baustelle. Filibert erkannte sofort den Baustiel des Häuschens als Auenländisch. Zu seiner Freude zeigte sich bald der Bauherr: Dodinas "Dody" Brandybuck. Er und seine Familie – Agatha, seine Frau, und seine beiden Söhne Dando und Rodry – erbauen in diesem Gebiet ein Inn für Reisende. Sein bruder Dinodas "Dindy" sei ebenfalls auf der Reise und würde im Frühjahr zu der Gruppe stoßen um das Gasthaus zu führen. Dando selbst wolle sich um eine gute Handelsbeziehung zum Auenland und Bockland bemühen um die Genüsse seiner Heimat hier zu verbreiten. Das Gasthaus, im Styl einer Hobbithöhle nur für Menschen, soll bereits im Frühjahr eröffnet werden. Noch plage man sich aber mit den Bauproblemen. Nach kurzer Betrachtung konnte Vidrak einige Ideen anbringen, wie das Gebäude vor dem Winter fertig werden könne, doch die Bauarbeiter schienen nicht genug der Fertigkeit zu verstehen um diese Pläne umzusetzten. Nach einer freundlichen Unterhaltung und einer Mahlzeit wie es bei den Hobbits üblich ist reisten die Gefährten weiter.


Hevenesdei, 19. Tag des Blothmath
Nach einer weiteren langen Reise den Anduin entlang, durch das Land der Beorninger erreichten die Freunde schließlich die Halle der Waldmenschen. Durch den Zuspruch des Jägers wurde es seinen Gefährten erlaubt sich dort niederzulassen. Nachdem schließlich auch Wolfreißer seinen Platz im Langhaus des Jarls wiederfand, wurde Vidrak sogar erlaubt eine Edelschmiede zu errichten. Belgo wurde gestattet sich dort niederzulassen. Was ihm besonders zusagte, da er ein Auge auf die Tochter des Jarls geworfen hatte. Er widmete sein erstes Schmuckstück – ein Gürtel, der den blauen Stein seiner Mutter enthielt – der schönen Goldbogen, die es dankend annahm.
Ebenso gut aufgenommen wurde Randur. Nach anfänglichem Mistrauen, freundete er sich mit den Waldgängern und Jägern an. Besonder die junge Grünblatt schienen seine Lieder und Melodien zu gefallen.
Filibert sammelte und tauschte viele Rezepte mit den Menschen des Waldes und erfreute sich bald darauf einer ansehnlichen Sammlung.
Der Jäger wurde in diesem Winter oft zur Ältesten gerufen, die ihn über die Geschichte des alten Anführers und den Kampf bei Dol Guldur aufklärte. Sie erzählte der Anführer – ihr Vater – sei damals im Kampf gegen die Orks gefallen. Von einer Gefangenschaft wisse niemand etwas, doch sie gab traurig und beschämt zu, dass die Waldmenschen und die Elben den Turm nie betraten, obwohl einige vermuteten, dass dort Gefangene zurückgelassen wurden. Ein schwarzer Fleck auf der Geschichte beider Kulturen.

 

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Namo

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